Ansprechpartner:

Frank Rieck, Abteilungsleiter für die Teilzeitklassen
Telefon: 07121 485-327
E-Mail: rieck@ths-reutlingen.de

Elke Kindermann, Sprecherin der Berufsgruppe

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung

 

Allgemeines   
An unserer Schule werden zur Zeit ca. 100 Auszubildende unterrichtet, die in etwa 20 Speditions- und Logistikbetrieben ausgebildet werden. Überwiegend handelt es sich bei den Ausbildungsbetrieben um international tätige Lkw-Speditionen. Neben dem Landverkehr werden aber auch Luft- und Seefrachtgeschäfte abgewickelt.

Dauer    
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und kann auf 2,5 Jahre verkürzt werden.

Ausbildungsbetriebe    
Mittelständische Speditionsbetriebe und Niederlassungen international tätiger Logistikkonzerne aus den Kreisen Freudenstadt, Reutlingen, Tübingen, Zollernalbkreis.

Ausbildungsinhalte    
Das Fächerangebot umfasst neben den Fächern Deutsch und Gemeinschaftskunde die Berufsfachliche Kompetenz mit den Schwerpunkten Betriebswirtschaft, Steuerung und Kontrolle, Gesamtwirtschaft und Informationsverarbeitung als Pflichtfächer sowie Englisch als Wahlpflichtfach.
Die Lerninhalte des Schwerpunktes Betriebswirtschaft richten sich sowohl nach den Prozessen als auch den Funktionen eines Speditionsbetriebes. Sie umfassen die Einbindung des Unternehmens in das weltwirtschaftliche und ökologische Umfeld, Marketing, Finanzierung, die Auftragsabwicklung von Frachtgeschäften  innerhalb der EU sowie von und nach Drittländern, Auftragsabwicklung von Sammelgutgeschäften und von Lagergeschäften und die Produktion logistischer Dienstleistungen.

Berufsschulzeiten    
Der Berufsschulunterricht erfolgt in Teilzeitform, wobei der Unterricht an einem Tag pro Woche regelmäßig und vierzehntägig an einem zusätzlichen Tag stattfindet. Die Stundenzahl beträgt 12 Wochenstunden. (vgl. Stundentafel)

Prüfungen    
Die Kaufmännische Berufsschule schließt nach 2 ½ bzw. 3 Jahren mit der Abschlussprüfung ab. Die Abschlussprüfung der Berufsschule und der schriftliche Teil der Abschlussprüfung der Kammern werden dabei gemeinsam durchgeführt. Die mündliche Prüfung findet ausschließlich vor der Industrie- und Handelskammer statt. In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt, die den Leistungsstand für den Prüfling und Betrieb anzeigen soll.

Besonderheiten     
Im berufsfachlichen Bereich führen die SchülerInnen selbstständig Projekte durch – von der Themenfindung bis zur Präsentation. Sie verschaffen sich dabei vertiefte Einblicke in wirtschaftliche und betriebliche Zusammenhänge und Prozesse.
Bislang wurden unter anderem folgende Projekte durchgeführt:

  • Vorstellung des Ausbildungsbetriebes
  • Vergleich verschiedener Verkehrsträger
  • Finanzierung eines Gabelstaplers
  • Organisation eines Transports nach Südafrika unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte
  • Vergleich verschiedener Rechtsgrundlagen im Transportwesen
  • Angebotserstellung auf der Basis einer Fahrzeugkalkulation
  • Vergleich verschiedener Mautsysteme in Europa
  • Hamburg als Hanse- und Hafenstadt
  • Möglichkeiten zur Arbeit als Speditionskaufmann/-frau im europäischen Ausland
  • Das System der Sozialversicherungen in Deutschland
  • Nutzung des Kombinierten Verkehrs im Alpentransit sowie nach Großbritannien bzw. Skandinavien
  • Gefahrguttransporte


Zusätzlich werden außerunterrichtliche Veranstaltungen durchgeführt wie zum Beispiel:

  • Besichtigungen von Unternehmen der Fahrzeugproduktion,
  • Besuche von Logistikmessen und
  • mit den Klassen des zweiten bzw. dritten Schuljahres eine Studienfahrt nach Hamburg, bei der Einblicke in die land- und wasserseitige Seehafenwirtschaft vermittelt werden.

 

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf:
BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit