Am 11. Juni 2026 fand an der Theodor-Heuss-Schule in Reutlingen das Kolloquium „Stimmen der Erinnerung – Texte, Gespräche und Musik gegen das Vergessen“ statt. Die Veranstaltung wurde von der Klasse WGW 11/2 vorbereitet und gestaltet. Die organisatorische und inhaltliche Vorbereitung erfolgte unter der Leitung von Frau Monika Ullah.
Das Kolloquium stieß auf großes Interesse und war außerordentlich gut besucht. Zahlreiche Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern sowie weitere Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, die sich mit den Themen Holocaust, Erinnerungskultur und historischer Verantwortung auseinandersetzte.
Gleichzeitig bildete das Kolloquium die Auftaktveranstaltung zur Ausstellung des Fotografen Luigi Toscano, die am 4. Juli 2026 um 14.00 Uhr im Innenhof der Theodor-Heuss-Schule eröffnet wird. Die Ausstellung zeigt großformatige Porträts von Holocaust-Überlebenden und setzt ein eindrucksvolles Zeichen gegen das Vergessen.
Ein zentraler Programmpunkt des Kolloquiums war die Vorstellung der Arbeit Luigi Toscanos. Seine Porträts machen die Menschen hinter den historischen Ereignissen sichtbar und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur. Die Schüler*innen stellten das Projekt vor und erläuterten dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft.
Besonders bewegend war die Präsentation eines Interviews mit einer Holocaust-Überlebenden. Die Zeitzeugin berichtete von ihren persönlichen Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus‘ und vermittelte den Zuhörer*innen eindrucksvolle Einblicke in ihr Leben. Die Schilderungen machten deutlich, wie wichtig es ist, die Erinnerungen der Überlebenden für kommende Generationen zu bewahren.
Ein weiterer Höhepunkt des Kolloquiums war die Präsentation eines Films des Musikdesigners Jakob Fros. Der Film widmete sich seinem Urgroßonkel, der das Konzentrationslager Ausschwitz überlebt hatte. Durch die Verbindung von Musik, Bildern und persönlichen Erinnerungen entstand ein eindrucksvolles Werk, das die Gäste nachhaltig berührte.
Das Kolloquium verdeutlichte, dass Erinnerungskultur weit mehr als die Beschäftigung mit der Vergangenheit ist. Sie ist ein Auftrag für die Gegenwart und die Zukunft. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen und sich aktiv gegen das Vergessen einsetzen. Die zahlreichen Besucher*innen würdigten die Beiträge der Schüler*innen mit großem Interesse und langanhaltendem Applaus.
Linda Bell, Bayan Quasem, Monika Ullah

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